Archiv für Oktober 2012

Veranstaltung: Demokratie gegen den Staat

Demokratie gegen den Staat

Infoveranstaltung „Demokratie gegen den Staat“
31.10 // 19 Uhr // k-fetisch (Wildenbruchstr. 86/Neukölln)

Die gleichzeitige Präsenz von Demokratie als ein zentrales Element der Selbstlegitimierung des Kapitalismus sowie des Widerstands gegen seine jüngsten Krisen zeigen, dass Demokratie einerseits die bestehende politische Staatsform zum Kapitalismus beschreibt, andererseits genau gegen dieses Ensemble gerichtet wird. Ob Occupy oder M31; ob „Echte Demokratie jetzt“ oder „Echte Demokratie geht nur ohne Kapitalismus“: Demokratie ist einer der zentralsten Begriffe der jüngsten Krisenproteste. Gleichzeitig bleibt er seltsam unbestimmt, gibt es kaum eine Debatte darüber, was denn nun mit Demokratie gemeint sei. Als Beitrag zu einer theoretischen Beschäftigung mit Demokratie wollen wir mit poststrukturalistischen Theorieansätzen untersuchen, inwieweit sich „Demokratie“ gegen bestehende Herrschaftsverhältnisse wie Staat und Kapitalismus richten lässt. Veranstaltet von der Gruppe andere zustände ermöglichen

Soliparty

2.11 // Köpi-Technokeller (Köpenicker Straße 137) // Soliparty

Am 31. März diesen Jahres fand der „european day of action against capitalism“ statt, der sich gegen das maßgeblich von Deutschland bestimmt Krisenregime der EU richtete. Über 6000 Demonstrant*innen brachten in Frankfurt am Main eine Kritik auf die Straße, die sich nicht appellativ an Regierende wandte oder lediglich eine Modifikation bestehender Herrschaftsverhältnisse wünschte. „Fight Capitalism 100%“ hieß die kapitalistischen Verhältnisse als Krisenursache zu benennen.
Die erfolgreiche Mobilisierung zog auch aus Berlin Hunderte in die Busse nach Frankfurt.

Auf Krisenproteste folgen Schulden und auf diese gibt es nur eine Antwort: ab unter Euren Rettungsschirm. Show solidarity with the anticapitalist protests of M31, dance for action against capitalism.

line-up:

basscadet [://about blank]
t.i.A. [our hobby is different]
eftechr [tech noir]
myrkuz [procrastinators united]

visuals:

gprax

Zwangsräumung verhindert

Heute morgen verhinderten ca. 200 Nachbar*innen, Mietaktivist*innen und Freund*innen der Familie eine Zwangsräumung in der Lausitzer Straße 8. Eine Familie, welche teilweise seit 35 Jahren dort wohnt, sollte aus ihrer Wohnung geräumt werden. Die Blockaden, welche die Gerichtsvollzieherin als „massive Ausschreitungen“ empfand, verhinderten, dass die Familie aus der Wohnung geschmissen wurde.

Es droht allerdings ein zweiter Räumungsversuch. Ca. 40 Aktivist*innen besuchten schon kurz nach der verhinderten Räumung das Büro von Andre Franell um ihn davon zu überzeugen, die Räumung auszusetzen. Andre Franell, der sich als sozialer Wohltäter gibt (Stiftung), lenkte aber vorerst nicht ein.

Zwangsräumgungen treffen die Menschen individuell, aber sind ein politisches Problem. In einer Gesellschaft in der Wohnen eine Ware ist, mit der Profit gemacht wird, ist es zwangsläufig, dass die Bedürfnisse der Menschen hinten anstehen müssen. In Berlin steigen die Mieten in den letzten Jahren rasant, immer mehr Zwangsräumungen sind die Folge, die Menschen werden verdrängt.

Die verhinderte Zwangsräumung ist ein Signal: Ziviler Ungehorsam gegen die kapitalistische Stadt !

24.10 // 16 Uhr // Emser Str.9 (Wilmersdorf) // Kundgebung vor dem Büro des Vermieters Andre Franell

6000 Menschen demonstrieren gegen Rassismus

Demonstration gegen Rassismus
Am 13. Oktober erlebte Berlin eine der größten antirassistischen Demonstrationen aller Zeiten. Ausgehend von den Kämpfen in Bayern gegen das menschenverachtende Asylsystem ist eine kraftvolle Bewegung entstanden.
Am 15. Oktober folgt die Besetzung der nigerianistschen Botschaft. 1000 Menschen zogen anschließend spontan und selbstbestimmt durch Kreuzberg. Die neuesten Infos immer hier.

Refugee Protest March – Demo am 13. Oktober

rpm
Der Refugee Protest March, der am 8. September in Würzburg startete, hat am letzen Freitag Berlin erreicht. Jetzt ist das Camp der Aktivist*innen am Oranienplatz aufgebaut. Wir unterstützen die Forderungen der Geflüchteten:
- Abschiebungen stoppen
- Residenzpflicht abschaffen
- Flüchtlingslager schließen – für ein Recht auf freie Wohnungswahl, gegen Isolation und Diskriminierung (mehr Infos unter: refugeetentaction.net)
Gerade nach dem schockierenden Naziangriff auf das Flüchtlingsheim in Waßmansdorf/Schönefeld ist klar: die menschenunwürdige, zentralisierte Unterbringung von Asylbewerber*innen muss aufhören.
Kommt am Samstag, den 13. um 15h zur Demo am Oranienplatz! Unterstützt das Camp durch Sach- und Geldspenden, übernehmt Schichten, kommt vorbei und informiert euch!